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Hallux valgus

ZFOS auf weiteren Kanälen folgen

Lesezeit: 2 Minuten

Hallux valgus und Krallenzehen gehören zu den häufigsten Fehlstellungen im Vorfuß. Die Hauptursache ist meist ein Spreizfuß, bei dem sich der Vorfuß verbreitert und das Quergewölbe absinkt.

Diese Fehlstellung ist häufig erblich bedingt und wird durch lockeres Bindegewebe begünstigt. Enge Schuhe mit spitzer Form und hohen Absätzen können die Entwicklung zusätzlich fördern.

Symptome bei Hallux valgus

Durch die Fehlstellung der Großzehe entsteht ein hervorstehender Großzehenballen, der im Schuh reiben kann. Typische Beschwerden sind:

  • Schmerzen und Rötung am Großzehenballen
  • Schleimbeutelentzündung im Bereich des Ballens
  • Druckstellen und Hühneraugen an den Zehen
  • Fehlstellungen der kleineren Zehen, z. B. Krallen- oder Hammerzehen

Die Fehlstellung nimmt meist über Jahre langsam zu und lässt sich durch Einlagen oder Schienen nicht dauerhaft aufhalten.

Operation bei Hallux valgus

Wenn Schmerzen oder deutliche Fehlstellungen bestehen, kann eine operative Korrektur sinnvoll sein. Ziel der Operation ist es:

  • die Großzehe wieder geradezustellen
  • den Fuß zu verschmälern
  • das schmerzhafte Überbein zu entfernen
  • die Gelenkfunktion zu erhalten

Bei mittelgradigen Fehlstellungen kommen häufig folgende Verfahren zum Einsatz:

  • Chevron-Osteotomie
  • Scarf-Osteotomie

Dabei wird der erste Mittelfußknochen durchtrennt, korrigiert und mit kleinen Schrauben stabil fixiert.

Zusätzlich kann eine Akin-Osteotomie durchgeführt werden, um die Stellung der Großzehe weiter zu verbessern.

Bei schweren Fehlstellungen oder Arthrose im Gelenk kann eine Lapidus-Arthrodese notwendig sein, bei der das betroffene Gelenk stabilisiert und versteift wird.

Nachbehandlung nach der Operation

Nach der Operation ist eine Schonung des Fußes wichtig, damit der Knochen wieder stabil zusammenheilen kann.

Der typische Verlauf:

  • Hochlagern des Fußes in den ersten Wochen
  • Gehstützen je nach Operationsmethode
  • Verbandsschuh für etwa 6 bis 8 Wochen

Spezialverband oder Zehenbandage zur Stabilisierung der Großzehe. Eine Gipsruhigstellung ist in der Regel nicht erforderlich.

Fazit

Hallux valgus und Krallenzehen entstehen meist durch einen Spreizfuß und können mit der Zeit zu Schmerzen und Fehlstellungen führen. Moderne operative Verfahren ermöglichen eine präzise Korrektur der Zehenstellung und eine langfristige Verbesserung der Fußfunktion.

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