Sprunggelenksarthrose

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Knorpelschäden im oberen Sprunggelenk können durch Überlastung, Fehlstellungen oder frühere Verletzungen entstehen. Häufig spielen auch Außenbandverletzungen durch wiederholtes Umknicken eine Rolle. Wird der Gelenkknorpel dauerhaft geschädigt, kann sich mit der Zeit eine Sprunggelenksarthrose entwickeln.

Ursachen von Sprunggelenksarthrose

Typische Ursachen sind:

  • wiederholte Bandverletzungen und Umknicken
  • frühere Brüche mit Gelenkbeteiligung
  • Fehlstellungen des Fußes
  • langjährige Überlastung des Sprunggelenks

Bei kleineren Knorpelschäden helfen oft konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Einlagen, Bandagen oder Injektionen. Auch arthroskopische Eingriffe können in frühen Stadien sinnvoll sein.

Wann ein künstliches Sprunggelenk sinnvoll ist

Wenn der Gelenkknorpel vollständig zerstört ist und starke Schmerzen im Alltag auftreten, kann ein künstliches Sprunggelenk (Sprunggelenksprothese) eine Behandlungsmöglichkeit sein.

Ziel der Operation ist es:

  • Schmerzen zu reduzieren
  • die Beweglichkeit des Sprunggelenks zu erhalten
  • ein möglichst normales Gangbild wiederherzustellen

In manchen Fällen müssen zusätzlich Fehlstellungen des Fußes korrigiert werden, etwa durch Knochenumstellungen oder Sehnenverlagerungen.

Operation eines künstlichen Sprunggelenks

Bei der Operation werden die geschädigten Gelenkflächen am Schienbein und Sprungbein entfernt und durch Implantate ersetzt.
Moderne Sprunggelenksprothesen bestehen aus drei Komponenten:

  • einer Metallkomponente am Schienbein
  • einer Metallkomponente am Sprungbein
  • einer beweglichen Kunststoffschicht (Polyethylen) dazwischen

Die Metallkomponenten werden zementfrei im Knochen verankert, sodass sie fest einwachsen können.
Der Zugang erfolgt über einen Hautschnitt an der Vorderseite des Sprunggelenks, zwischen den Sehnenstrukturen.

Nachbehandlung nach einer Sprunggelenksprothese

Der Krankenhausaufenthalt beträgt meist 7 bis 10 Tage. Bereits während dieser Zeit beginnt die Bewegungstherapie.
Der typische Verlauf:

  • Belastung im speziellen Klettverschlussstiefel möglich
  • Gehstützen in den ersten 2 Wochen
  • Tragen des Stiefels für etwa 6 Wochen

Anschließend folgt meist eine ambulante oder stationäre Rehabilitation, um Beweglichkeit, Kraft und Gangbild zu verbessern.

Fazit

Bei fortgeschrittener Sprunggelenksarthrose kann ein künstliches Sprunggelenk Schmerzen deutlich reduzieren und gleichzeitig die Beweglichkeit des Gelenks erhalten. Moderne Prothesen ermöglichen vielen Patienten wieder schmerzfreies Gehen und mehr Lebensqualität im Alltag.

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