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Knorpelschaden

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Lesezeit: 2 Minuten

Ein Knorpelschaden im Knie entsteht, wenn der schützende Gelenkknorpel beschädigt wird. Dieser mehrere Millimeter dicke Knorpelüberzug bedeckt die Gelenkflächen von Oberschenkel und Schienbein. Seine glatte Oberfläche sorgt für reibungsarme Bewegung, gleichzeitig wirkt er als Stoßdämpfer bei Belastung.

Wird der Knorpel geschädigt, kann das Knie Schmerzen verursachen und langfristig eine Arthrose entstehen.

Ursachen von Knorpelschäden im Knie

Knorpelschäden entstehen entweder durch Verschleiß oder durch Unfälle.

Typische Ursachen sind:

  • langjährige Überlastung des Kniegelenks
  • hohe Belastungen beim Sport mit Laufen und Springen
  • Verletzungen, zum Beispiel bei Kreuzbandrissen
  • übermäßige Druckbelastung im Gelenk

Das Problem: Knorpel kann sich kaum selbst regenerieren, da er nur sehr eingeschränkt durchblutet ist.

Symptome eines Knorpelschadens

Je nach Größe und Lage des Defekts treten unterschiedliche Beschwerden auf:

  • Schmerzen im Kniegelenk
  • Schwellung oder Gelenkergüsse
  • Reibungsgefühl oder Blockaden im Gelenk
  • Belastungsschmerzen beim Sport oder Treppensteigen

Zur genauen Diagnose werden meist MRT-Untersuchungen und Arthroskopie eingesetzt.

Behandlung von Knorpelschäden

Die Therapie richtet sich nach Größe und Tiefe des Knorpelschadens.

Knorpelglättung

Bei oberflächlichen Schäden kann eine arthroskopische Knorpelglättung helfen. Dabei werden instabile Knorpelanteile entfernt, sodass wieder eine stabile Gelenkoberfläche entsteht.

Mikrofrakturierung

Bei tieferen Knorpeldefekten wird häufig die Mikrofrakturierung angewendet. Dabei wird der Knochen unter dem Defekt mehrfach perforiert.

Es bildet sich ein Blutgerinnsel, aus dem sich Ersatzknorpelgewebe entwickeln kann.

Knorpelzelltransplantation

Bei größeren Defekten (meist über etwa 2 × 2 cm) kann eine autologe Knorpelzelltransplantation sinnvoll sein.

Dabei werden zunächst Knorpelzellen entnommen, im Labor vermehrt und später in einer zweiten Operation in den Defekt eingesetzt.

Nachbehandlung nach Knorpeloperationen

Die Rehabilitation hängt von der Behandlungsmethode ab.

Nach einer Knorpelglättung:

  • Gehstützen für etwa 1 Woche
  • schnelle Rückkehr in den Alltag möglich
  • Nach Mikrofrakturierung oder Knorpelzelltransplantation:
  • Teilbelastung mit Gehstützen für etwa 6 Wochen
  • regelmäßige Bewegung mit einer motorisierten Bewegungsschiene
  • Lauftraining frühestens nach etwa 3 Monaten
  • Die vollständige Regeneration des Knorpels kann bis zu sechs Monate dauern.

Fazit

Knorpelschäden im Knie sind eine große Herausforderung der modernen Orthopädie, da sich Gelenkknorpel nur begrenzt regenerieren kann. Moderne Verfahren wie Mikrofrakturierung oder Knorpelzelltransplantation ermöglichen heute jedoch in vielen Fällen eine Verbesserung der Gelenkfunktion und können helfen, eine frühzeitige Arthrose zu vermeiden.

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