Ein Meniskusriss im Knie gehört zu den häufigsten Verletzungen im Sport. Besonders bei Spielsportarten mit schnellen Richtungswechseln wirken hohe Belastungen auf das Kniegelenk. Dabei können der Innenmeniskus oder Außenmeniskus, zwei halbmondförmige Knorpelscheiben im Knie, geschädigt werden.
Ihre wichtige Funktion: Sie wirken als Stoßdämpfer, verteilen die Belastung im Gelenk und stabilisieren die Bewegung zwischen Oberschenkel und Schienbein.
Ursachen eines Meniskusrisses
Ein Meniskusschaden entsteht häufig durch Drehbewegungen des Knies bei feststehendem Fuß, etwa beim Fußball, Handball oder Tennis.
Es gibt zwei typische Ursachen:
- Verschleißbedingte Meniskusschäden durch jahrelange Belastung
- Unfallbedingte Risse, vor allem bei jüngeren Sportlern
Der Innenmeniskus ist etwa zehnmal häufiger betroffen als der Außenmeniskus.
Typische Symptome
Ein Meniskusriss verursacht meist charakteristische Beschwerden:
- Schmerzen im Bereich des inneren oder äußeren Gelenkspalts
- Schmerzen bei Beugung und Drehbewegungen
- Schwellung oder Flüssigkeitsansammlung im Knie
- gelegentliche Blockaden des Gelenks
Zur genauen Diagnose wird neben der klinischen Untersuchung häufig eine MRT (Kernspintomografie) durchgeführt.
Behandlung eines Meniskusrisses
Die Therapie hängt von Rissform, Beschwerden und Aktivitätsniveau ab.
Konservative Behandlung
Bei einer reinen Meniskusquetschung oder kleineren Schäden kann eine nicht operative Behandlung ausreichend sein. Dazu gehören:
- Schonung des Kniegelenks
- Physiotherapie
- entzündungshemmende Maßnahmen
Arthroskopische Meniskusoperation
Bei anhaltenden Schmerzen oder mechanischen Beschwerden wird häufig eine Arthroskopie des Knies durchgeführt.
Bei dieser minimalinvasiven Gelenkspiegelung werden Kamera und Instrumente über kleine Hautschnitte in das Kniegelenk eingeführt. Der Operateur untersucht Knorpel, Kreuzbänder und Menisken und behandelt anschließend den Schaden.
In den meisten Fällen erfolgt eine Meniskusteilentfernung, bei der nur das beschädigte Gewebe möglichst schonend entfernt wird. Der verbleibende Meniskus übernimmt weiterhin seine wichtige Schutzfunktion für den Gelenkknorpel.
Bei bestimmten Rissformen, besonders bei jüngeren Patienten, kann der Meniskus auch genäht und erhalten werden.
Nachbehandlung nach einer Meniskusoperation
Nach einer Meniskusteilentfernung ist die Rehabilitation meist relativ kurz:
- Gehstützen für einige Tage
- Physiotherapie zur Stabilisierung des Knies
- Autofahren und Büroarbeit nach etwa 1 Woche
- Radfahren oder Schwimmen nach etwa 2 Wochen
- Sportarten mit Laufen und Springen nach etwa 4 bis 6 Wochen
Nach einer Meniskusnaht dauert die Rehabilitation länger, da das Gewebe zunächst heilen muss.
Fazit
Der Meniskusriss ist eine häufige Knieverletzung, insbesondere bei sportlich aktiven Menschen. Moderne arthroskopische Operationsverfahren ermöglichen heute eine schonende Behandlung mit schneller Rehabilitation. Entscheidend ist dabei, so viel Meniskusgewebe wie möglich zu erhalten, um das Knie langfristig vor Arthrose zu schützen.