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Omarthrose

ZFOS auf weiteren Kanälen

Lesezeit: 2 Minuten

Die Arthrose des Schultergelenks (Omarthrose) entsteht durch den Verschleiß des Gelenkknorpels zwischen Oberarmkopf und Schulterpfanne. Betroffene leiden häufig unter Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit und Kraftverlust.
Wenn konservative Behandlungen nicht mehr ausreichen, kann ein künstliches Schultergelenk (Schulterprothese) Schmerzen lindern und die Funktion des Arms wieder verbessern.

Symptome der Schulterarthrose

Typische Beschwerden bei Omarthrose sind:

  • Schmerzen bei Bewegung der Schulter
  • eingeschränkte Beweglichkeit des Arms
  • Kraftverlust im Schultergelenk
  • zunehmende Beschwerden im Alltag

Wenn zusätzlich die Rotatorenmanschette beschädigt ist, kann der Arm häufig kaum noch aktiv angehoben werden.

Schulterprothese bei Omarthrose

Welche Prothese eingesetzt wird, hängt vor allem davon ab, ob die Rotatorenmanschette noch intakt ist.

Anatomische Schulterprothese
Liegt eine Schulterarthrose vor und die Rotatorenmanschette funktioniert noch, kann eine anatomische Schulterprothese eingesetzt werden.
Dabei werden die verschlissenen Gelenkflächen ersetzt. Je nach Knochenqualität kommen verschiedene Prothesentypen zum Einsatz, etwa:

  • Oberflächenprothesen mit kurzem Schaft
  • Prothesen mit Standard-Schaft (zementiert oder zementfrei)

Wenn auch die Gelenkpfanne geschädigt ist, wird sie zusätzlich durch eine künstliche Kunststoffpfanne ersetzt.

Inverse Schulterprothese
Wenn neben der Arthrose auch ein größerer Defekt der Rotatorenmanschette vorliegt, wird meist eine inverse Schulterprothese eingesetzt.
Hierbei wird das Prinzip des natürlichen Gelenks umgedreht:

  • Die Gelenkpfanne erhält eine künstliche Kugel
  • Der Oberarm bekommt eine künstliche Pfanne

Durch diese Konstruktion übernimmt der Deltamuskel einen größeren Teil der Armbewegung. Dadurch kann die Schulter trotz fehlender Rotatorenmanschette wieder beweglich und schmerzarm werden.

Wechsel einer Schulterprothese

Wie jede Gelenkprothese kann auch eine Schulterprothese im Laufe der Jahre verschleißen. Kleine Abriebpartikel können zu einer Lockerung der Prothesenkomponenten führen.
Treten erneut Schmerzen auf, kann ein Prothesenwechsel notwendig werden. Auch ein späterer Schaden der Rotatorenmanschette kann einen Wechsel von einer anatomischen zu einer inversen Prothese erforderlich machen.

Nachbehandlung nach einer Schulterprothese

Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 7 bis 10 Tage. Bereits am ersten Tag nach der Operation beginnt die Physiotherapie.
Bei einer anatomischen Schulterprothese wird häufig ein Teil der Rotatorenmanschette wieder angenäht. Deshalb ist eine vorsichtige Rehabilitation wichtig:

  • Ruhigstellung auf einem Schulterkissen
  • Physiotherapie zur schrittweisen Mobilisation
  • intensivere Rehabilitation meist nach etwa 6 Wochen

Bei einer inversen Schulterprothese ist die Rehabilitation häufig etwas schneller möglich, da meist keine Sehnennaht notwendig ist.

Fazit

Die Schulterarthrose kann starke Schmerzen und erhebliche Bewegungseinschränkungen verursachen. Moderne Schulterprothesen ermöglichen heute eine zuverlässige Schmerzreduktion und eine deutliche Verbesserung der Schulterfunktion. Entscheidend für den Erfolg ist die individuell passende Prothese und eine strukturierte Rehabilitation.

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