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Kniegelenksprothese

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Lesezeit: 2 Minuten

Bei Knorpelschäden oder mäßigem Gelenkverschleiß im Knie können häufig zunächst konservative Maßnahmen oder arthroskopische Eingriffe helfen. Dazu gehören Physiotherapie, Medikamente oder kleinere Gelenkspiegelungen.
Ist die Arthrose jedoch weit fortgeschritten, sind diese Behandlungen meist nicht mehr ausreichend wirksam. In solchen Fällen kann ein künstlicher Gelenkersatz (Knieprothese) Schmerzen deutlich reduzieren und die Beweglichkeit verbessern.

Wann eine Knieprothese sinnvoll ist

Die Wahl der Behandlung hängt davon ab, wie stark das Kniegelenk geschädigt ist und welche Bereiche betroffen sind.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Schlittenprothese (Teilprothese) bei Verschleiß nur auf einer Kniegelenkseite
  • Knie-Totalendoprothese bei Arthrose in beiden Gelenkabschnitten

Ziel der Operation ist es,

  • Schmerzen zu reduzieren
  • ein stabiles und belastbares Knie zu ermöglichen
  • die Lebensqualität im Alltag zu verbessern

Auch sportliche Aktivitäten sind mit einer Knieprothese häufig wieder möglich, allerdings in moderatem Umfang.

Schlittenprothese (Teilprothese des Knies)

Ist die Arthrose nur auf eine Seite des Kniegelenks begrenzt – meist auf die Innenseite – kann eine Schlittenprothese eingesetzt werden.
Dabei wird nur der betroffene Gelenkbereich ersetzt:
• geschädigte Knorpelbereiche werden entfernt
• die Gelenkflächen von Oberschenkel und Schienbein werden mit Metalloberflächen ersetzt
• dazwischen wird ein bewegliches Kunststoffimplantat eingesetzt
Vorteile dieser Methode:
• kleinerer Hautschnitt
• Erhalt der Kreuzbänder
• natürlicher Bewegungsablauf des Knies
• schnellere Rehabilitation

Knie-Totalendoprothese

Wenn beide Kniegelenkseiten stark verschlissen sind, wird eine vollständige Knieprothese eingesetzt.
Bei dieser Operation werden die Gelenkoberflächen ersetzt:

  • Metallkomponente am Oberschenkelknochen
  • Metallplatte am Schienbeinkopf
  • Kunststoff-Gleitfläche dazwischen

Dabei werden auch vorhandene Fehlstellungen wie O-Bein oder X-Bein korrigiert.
Die Seitenbänder des Knies bleiben erhalten, das vordere Kreuzband wird jedoch entfernt.
Moderne Knieprothesen ersetzen nur die Gelenkoberflächen und ermöglichen so eine gute Beweglichkeit des Kniegelenks.

Nachbehandlung nach einer Knieprothese

Die Mobilisation beginnt bereits während des Krankenhausaufenthalts mit Physiotherapie.

Typischer Ablauf:

  • frühzeitige Bewegung mit Krankengymnastik
  • Einsatz einer Motorschiene zur schonenden Kniebewegung
  • Gehstützen für etwa 4 Wochen

Der Krankenhausaufenthalt beträgt meist etwa 10 Tage. Anschließend folgt häufig eine 3-wöchige Rehabilitation, um Beweglichkeit und Muskelkraft zu verbessern.
Die Arbeitsfähigkeit bei einer Bürotätigkeit ist meist nach 4 bis 6 Wochen wieder möglich.

Fazit

Eine Knieprothese ist eine bewährte Behandlung bei fortgeschrittener Kniearthrose. Je nach Ausmaß des Verschleißes kann eine Teilprothese oder eine vollständige Knieprothese eingesetzt werden. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu verbessern und Patienten wieder ein aktives Leben zu ermöglichen.

 

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