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Hüftimpingement (FAI)

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Lesezeit: 2 Minuten

Das femoroacetabuläre Impingement (FAI) ist eine häufige Ursache für Hüft- und Leistenschmerzen bei sportlich aktiven Menschen. Besonders bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln oder tiefen Hüftbewegungen wie Fußball, Tennis oder Kampfsport treten Beschwerden auf.
Der Begriff „Impingement“ bedeutet Einklemmen. Beim FAI kommt es zu einem mechanischen Konflikt zwischen Oberschenkelknochen und Hüftpfanne.

Ursachen des Hüftimpingements

Das FAI entsteht meist durch Formveränderungen der Knochen im Hüftgelenk. Häufige Varianten sind:

  • Cam-Impingement: Verdickung am Übergang von Hüftkopf zu Schenkelhals
  • Pincer-Impingement: übergreifender Rand der Hüftpfanne
  • Kombination beider Formen

Durch diese Veränderungen werden Weichteile im Gelenk eingeengt, vor allem die Gelenklippe (Labrum).

Symptome eines femoroacetabulären Impingements

Typische Beschwerden sind:

  • stechende oder ziehende Leistenschmerzen
  • Schmerzen bei tiefer Hüftbeugung oder Drehbewegungen
  • Beschwerden bei sportlicher Belastung
  • eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte

Unbehandelt können zunächst Schäden am Labrum und später am Gelenkknorpel entstehen. Das FAI gilt deshalb als präarthrotische Deformität, die langfristig zu Hüftarthrose führen kann.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch:

  • ausführliche klinische Untersuchung
  • Röntgenaufnahmen zur Beurteilung der Knochenform
  • MRT zur Darstellung von Labrum- oder Knorpelschäden

Arthroskopische Operation des Hüftimpingements

Da die Ursache eine knöcherne Fehlform ist, besteht die wirksamste Behandlung häufig in einer arthroskopischen Hüftoperation.
Dabei werden Kamera und Instrumente über kleine Hautschnitte in das Gelenk eingeführt. Während der Operation können verschiedene Maßnahmen durchgeführt werden:

  • Labrumglättung: Entfernung kleiner Risse der Gelenklippe
  • Labrumrefixation: Wiederbefestigung der Gelenklippe mit Fadenankern
  • Pfannenrandtrimmung: Abtragung überschüssigen Knochens an der Hüftpfanne
  • Knorpelglättung oder Mikrofrakturierung bei Knorpelschäden
  • Schenkelhalstaillierung: Abtragung überschüssigen Knochens am Übergang von Hüftkopf und Schenkelhals

Ziel der Operation ist es, den mechanischen Konflikt im Hüftgelenk zu beseitigen und weitere Schäden am Gelenk zu verhindern.

Nachbehandlung nach einer Hüftarthroskopie

Nach der Operation wird das operierte Bein zunächst nur teilbelastet.

Typischer Ablauf:

  • Teilbelastung mit Gehstützen für etwa 2 Wochen
  • bei Labrumrefixation oder Mikrofrakturierung bis zu 6 Wochen
  • Vermeidung einer Hüftbeugung über 90 Grad in der frühen Heilungsphase

Physiotherapie unterstützt die Wiederherstellung von Beweglichkeit, Kraft und Stabilität der Hüfte.

Fazit

Das femoroacetabuläre Impingement ist eine häufige Ursache für Hüftschmerzen bei sportlich aktiven Menschen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann Schäden an Labrum und Knorpel verhindern und das Risiko einer späteren Hüftarthrose deutlich reduzieren.

 

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