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Hüftarthrose und Hüftprothese

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Lesezeit: 2 Minuten

Die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks (Hüftprothese) gehört zu den erfolgreichsten Operationen der modernen Orthopädie. Seit rund 50 Jahren wird dieses Verfahren eingesetzt. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 200.000 Hüftendoprothesen implantiert.
Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, dessen Funktion sich technisch sehr gut nachbilden lässt. Deshalb sind die Ergebnisse der Operation meist ausgezeichnet: Viele Patienten sind nach der Rehabilitation schmerzfrei und wieder voll beweglich.

Wann eine Hüftprothese notwendig wird

Der häufigste Grund für ein künstliches Hüftgelenk ist Hüftarthrose (Coxarthrose). Dabei nutzt sich der Gelenkknorpel zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne ab.

Typische Beschwerden sind:

  • Schmerzen in Hüfte oder Leiste
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Belastungsschmerzen beim Gehen
  • Schwierigkeiten im Alltag, z. B. beim Treppensteigen

Wenn konservative Behandlungen nicht mehr ausreichend helfen, kann eine Hüftprothese die Gelenkfunktion wiederherstellen.

Haltbarkeit moderner Hüftprothesen

Moderne Implantate sind sehr langlebig. Studien zeigen, dass etwa 90 Prozent der Hüftprothesen auch nach 30 Jahren noch funktionieren.
Deshalb kommt ein künstliches Hüftgelenk heute auch für jüngere Patienten in Betracht, wenn Schmerzen und Bewegungseinschränkungen den Alltag stark beeinträchtigen.

Minimalinvasive Hüftoperation

Die Implantation erfolgt heute häufig minimalinvasiv und muskelschonend. Dabei wird über einen kleinen Hautschnitt operiert, während die Muskulatur möglichst geschont wird.
Im ZFOS werden vor allem zwei bewährte minimalinvasive Zugänge verwendet:

  • ALMI-Zugang (antero-lateral minimal-invasiv)
  • DAA-Zugang (Direct Anterior Approach)

Diese Techniken ermöglichen eine sichere Implantation bei gleichzeitig geringerer Belastung für das umliegende Gewebe.

Ablauf der Operation

Während der Operation werden die verschlissenen Gelenkflächen durch eine Prothese ersetzt:
1. Entfernung des beschädigten Hüftkopfes
2. Vorbereitung der Hüftpfanne
3. Einsetzen einer metallischen Pfannenschale mit Kunststoff-Inlay
4. Implantation eines Metallschafts im Oberschenkelknochen
5. Aufsetzen eines Keramik- oder Metallkopfes

Die Implantate werden häufig zementfrei im Knochen verankert, sodass sie fest einwachsen können.

Vorteile der minimalinvasiven Technik

Die muskelschonende Operation bietet mehrere Vorteile:

  • geringere Wundschmerzen
  • weniger Blutverlust
  • schnellere Rehabilitation
  • frühere Mobilisation nach der Operation

Durch die Operation in Rückenlage können während des Eingriffs zudem Beinlänge und Prothesenposition genau kontrolliert werden.

Fazit

Die Hüftprothese ist eine bewährte und sehr erfolgreiche Behandlung bei Hüftarthrose. Moderne minimalinvasive Operationstechniken ermöglichen eine sichere Implantation mit schnellerer Erholung. Für viele Patienten bedeutet das künstliche Hüftgelenk eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität und die Rückkehr zu einem aktiven Alltag.

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